Schamanismus im Alltag: Die Verbindung zwischen spiritueller Praxis und modernem Leben

monatliches trommelritual

Geht es dir auch so? In einer Welt, die oft von Hektik, Stress und Materialismus geprägt ist, sehnst du dich nach einer tiefen spirituellen Verbundenheit und einem tieferen Verständnis für die natürlichen Rhythmen des Lebens. So ging es mir auch jahrelang, ich spürte eine Sehnsucht in mir und gleichzeitig eine Leere, die mich traurig und einsam machte. Doch mit dem bewussten Gehen auf meinem spirituellen Weg kam der Schamanismus vor vielen Jahren in mein Leben und ich nutze ihn nun im Alltag. Schamanismus ist nicht nur eine uralte spirituelle Praxis oder Heilmethode (mittlerweile sogar von der WHO anerkannt), es ist vielmehr eine Lebenseinstellung, die mir damals geholfen hat, mich noch enger mit der Natur und den unsichtbaren Welten zu verbinden.

Doch was genau bedeutet es, Schamanismus im Alltag zu leben und wie verbindet ein Schamane die Welten? Im Blogbeitrag nehme ich dich mit auf die Reise in die schamanische Anderswelt, aber ebenso in meinen persönlichen Alltag als Schamanin.

Für mich ist es der Pfad der Liebe, des Bewusst-Seins, der Verbundenheit mit Allem, der Schöpferkraft und der Heilung. Doch Schamanismus findet nicht nur in der Anderswelt statt, sondern ist Teil des modernen Alltags. Gelebter Schamanismus bedeutet, die Verbindung zwischen den Welten aufrechtzuerhalten und schamanische Methoden, das schamanische Denken in den täglichen Ablauf zu integrieren.

Die Verbindung der Anders- und der Alltagswelt

Für Schamanen ist die Welt nicht nur das, was sie mit den physischen Sinnen wahrnehmen, also das, was unser Verstand begreift, sehen, anfassen, etc. kann. Vielmehr besteht die Welt aus verschiedenen Ebenen der Realität, darunter die geistige, die emotionale und die energetische Ebene. Im Schamanischen sind es die untere und die obere Welt – die Anderswelt, und die mittlere Welt – die Alltagswelt. Gelebter Schamanismus beinhaltet die Fähigkeit, diese verschiedenen Ebenen und Welten miteinander zu verbinden, um so in Harmonie zu leben und zu heilen.

Wie kommt man nun in die Anderswelt? Ich nutze dazu, wie viele andere Schamanen auch, die Trance. In diese gelange ich durch das rhythmische Schlagen der Trommel um die 240 Schläge pro Minute. Andere Wege sind bspw. der Einsatz einer Rassel, bestimmte Atemtechniken oder andere Frequenzen, die in einen Theta Zustand führen. In der Trance führe ich schamanische Reisen durch und bekomme so Eintritt in die anderen Welten. Dort verändert sich das Bewusstsein und ich bekomme Antworten, die der normale Verstand nicht kennt, dort kann ich heilsam wirken, denn es gibt keine Zeit und keinen Raum, und einiges mehr.

Die Trommel ist dabei das Pferd in die Anderswelt. Die schamanische Trommel ist heilig und, wie alles andere auch, beseelt. Sie öffnet den Weg zu den unsichtbaren Kräften und Energien und zu den geistigen Helfern.

Praktiken aus meinem Alltag als Schamanin

magische schamanische gegenstände räucherwerk edelsteine

Im Alltag eines jeden Schamanen spielen bestimmte Rituale und Gewohnheiten eine wichtige Rolle, um die Verbindung zu den spirituellen Welten aufrechtzuerhalten und sich mit den Kräften der Natur zu verbinden. Dazu gehören kleine und große Alltagsrituale (also eine Handlung mit einer bestimmten Absicht) – so kämme ich mein Haar jeden Morgen mit der Intention, dass sie von allen fremden Energien gereinigt sind und meine glasklaren Antennen in die Anderswelt sind, die Arbeit und Kommunikation mit Heilpflanzen, das (rituelle) Räuchern, die eigene Energie hochzuhalten, die Umgebung und die Aura zu reinigen, usw. Vor allem aber, immer aus dem Herzen und der Liebe zu handeln, die Fülle in der Natur zu fühlen, sich mit dem geistigen Team aus der Anderswelt zu verbinden und die Dankbarkeit jeden Tag zu leben.

Für mich ist ein Spaziergang nicht nur „durch die Gegend“ zu laufen, sondern ich sehe dabei Zeichen und Botschaften bspw. als Symbol in einem Baum. Oder ich spüre Kraftorte, an denen ich mich kurz oder länger aufhalte (oft sind dort auch Naturwesen) um Energie zu tanken. Oft treffe ich auch ein Wildtier, das mich längere Zeit täglich begleitet (es ist dann oft ein Helferkrafttier mit einer Botschaft). Ich nutze die Kräfte der Elemente (so stelle ich mich gerne in den starken Wind, um mein Energiefeld zu reinigen) und vieles mehr.

Je mehr ich diesen Pfad gehe, desto tiefer wird die Verbindung vor allem zur Natur und dem Un-sicht-baren. Es ist einfach ein Teil des Alltags, alles mit allen (Hell)Sinnen wahrzunehmen, zwischen den Zeilen zu lesen, zu spüren – statt nur das zu sehen, hören, wissen, was der Verstand schon kennt. Der schamanische Weg ist eine Veränderung des Bewusstseins und lebt für mich in den „Kleinigkeiten des Alltags“, wenn ich mir immer wieder bewusst mache, dass alles um mich herum beseelt ist, dass wir alle Eins sind und das alles einander bedingt. Und dann können auch große Wunder geschehen.

Darüber hinaus ist ein wichtiger Aspekt des gelebten Schamanismus die Achtsamkeit im Umgang mit der Natur und den natürlichen Rhythmen des Lebens, denen ich mich mehr und mehr hingebe. Die Natur, Mutter Erde und all ihre Bewohner, sind lebendige Wesen – alle gleich an Wert, die ich achte und ehre.

Schamanismus im Alltag

Für mich ist die Welt der Geister, der Naturwesen und der Ahnen genauso real wie die physische Welt, es gibt hier keine Trennung. Und so ist mein größtes „Ziel“, eine harmonische Beziehung zwischen diesen Welten herzustellen und aus beiden Welten das bestmögliche zu nutzen. Je tiefer ich auf dem schamanischen Weg wandele, desto weniger machen mir die Stürme des Alltags (denn die habe ich genauso wie du auch) etwas aus – weil ich um die Verbindung zu meinen Krafttieren weiß, weil ich den weisen Rat meiner spirituellen Lehrer einholen kann und weil ich mich als Teil des Ganzen spüre.

Mein Alltag ist von einer tiefen Verbundenheit mit den Tieren und der Natur geprägt. So verbringe ich viel Zeit im Wald, am Bauwagen, am Feuer und verbinde mich bewusst mit den Wesen der Natur (Naturwesen wie Feen, Hüter des Platzes, etc.) aber auch den Krafttieren und echten Wildtieren, den Kräften der Elemente, den Pflanzenwesen und nutze ihre Medizin. Dadurch spüre ich jeden Tag ganz bewusst, dass ich nie alleine bin, dass alles um mich herum, ob sichtbar oder unsichtbar, lebt und mit mir kommuniziert und das bringt einen tiefen Frieden und Vertrauen.

Ich liebe es, Dinge selbst herzustellen, auch das ist schamanisches Wirken. Denn durch das Finden eines Astes, den ich dann kreativ bearbeite, wird bspw. eine schamanische Rassel, zu der ich direkt eine tiefe Verbundenheit spüre. Das Räucherwerk, welches ich selbst sammle, trägt neben dem Geist der Pflanzen immer auch den Geist des Ortes, an dem ich es bewusst gesammelt habe und die Kraft des vorherrschenden Elementes in sich, das macht jedes Räucherwerk noch kraftvoller. Ein Stein, der mich findet, wird zum Kraftstein, der mir Halt gibt und mein Anker ist, wenn ich mal nicht weiter weiß… Das alles ist schamanisches Wirken im Alltag.

Fazit

Schamanismus im Alltag ist mehr als nur eine spirituelle Praxis – es ist eine Lebenseinstellung, ein Weg, der aktiv gegangen werden will. Es geht darum, zu spüren, dass es sooo viel mehr gibt als unsere Welt, in der wir leben. Die Verbindung zwischen dem Alltag und der anderen Welt aufrecht zu erhalten und in eine harmonische Beziehung zur Natur und ihren Wesen und Kräften zu leben. Durch tägliche  kleine aber kraftvolle Praktiken, Rituale und Reflexionen können moderne Schamanen ihre spirituelle Entwicklung fördern und anderen auf ihrem eigenen spirituellen Weg helfen. Gelebter Schamanismus ist eine Einladung, die unsichtbaren Dimensionen der Realität zu erkunden und eine tiefere Verbindung zu unserem inneren Selbst und zur Welt um uns herum herzustellen.

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Ina Allard Weltenwandlerin

Hey, ich bin Ina

Ich will mit meinem Wirken mehr Magie & Leichtigkeit in DEINEN Alltag bringen.

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