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Weihnachten ohne Weihnachtsbaum – welche Alternativen gibt es?

Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Für viele sicher unvorstellbar. In diesem Blog-Beitrag möchte ich dir ein wenig Geschichte rund um den Brauch des Weihnachtsbaumes vermitteln, außerdem geht es um die feinstoffliche Wirkung von Tanne und Fichte und natürlich gibt es auch die Alternativen zum Weihnachtsbaum.  Also schnapp dir eine Tasse (Fichtennadel)Tee und mach es dir gemütlich.

Woher kommt der „Trend“ des Weihnachtsbaumes?

Tatsächlich gibt es dies Form des Weihnachtsbaumes, wie wir ihn kennen, erst seit ca. dem 19. Jahrhundert. Also noch gar nicht mal soooo lange. Im 16. Jahrhundert hielt erstmals der „Wiehnachts oder auch Weihenachtsbaum“  Einzug in Ratsstuben, Kirchen, etc. Erst im 19. Jahrhundert etablierte sich der Brauch, dass jeder Haushalt seinen eigenen Weihnachtsbaum hat. Dieser wurde geschmückt, mit Äpfeln, später Kugeln, Lametta, Lichterketten und allerlei Leckereien.

Unsere Vorfahren der längst vergangenen Zeit hatten einen ganz anderen Bezug zu diesen wundervollen Bäumen. Sie verehrten sie so sehr, dass sie zu ihnen nach draußen in den Wald zogen, dort Gaben als Dank ablegten, auch für die Wildtiere, um die Bäume sangen und tanzten, sie mit Äpfel und Nüssen schmückten. Sie verehrten das Leben, welches sie mit den immergrünen Nadelgehölzen verknüpften. Trotzten diese Bäume doch allen Regeln der Natur und behielten auch im Winter noch ihr grünes Kleid. Sie galten seit jeher als Hoffnungsträge, mit Weihnachten, der Wintersonnenwende, kehrte langsam das Licht zurück. Sie feierten diese Rückkehr, es war eine heilige Zeremonie. Das Weihnachten, das wir kennen, der “Geschenkewahn” hat damit nicht mehr viel zu tun…

Auch war man sich der feinstofflichen Wirkung, der Kraft von Fichte und Tanne bewusst. Sie sind die Mittler zwischen Himmel und Erde, Bäume waren ihnen heilig.

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Die Alternative für Weihnachten ohne Weihnachtsbaum

Wie wäre es, wenn wir uns, gerade weil so viele Bäume abgeholzt werden, krank sind und sterben, zurückbesinnen auf vergangene Tage und ebenfalls dieses Jahr keinen Baum ins Haus holen? Lasst uns raus gehen, in den Winterwald, Äpfel und Nüsse mitnehmen, um den Baum tanzen und singen, Danke sagen. Strohsterne oder andere schöne Dinge aus Naturmaterialien und vielleicht ein paar Meisenknödel in den Baum hängen. Du kannst ihm auch einen Schluck Yule-Bier abgeben. Am liebsten über die Wurzeln träufeln, das freut sowohl den Baum als auch das kleine Volk, welches dort lebt.

Gibt das nicht ein viel schöneres Gefühl im Herzen, als einen Baum abzuholzen, für ein paar Tage im Jahr und ihn dann zu entsorgen?

Ich gehe jedes Jahr vor Beginn der Rauhnächte zu einem einsamen Nadelbaum auf einer großen Wiese. Dort hänge ich Äpfel in die Zweige, verteile Nüsse und Vogelfutter und entzünde ein paar Räucherstäbchen rundherum. Dann sitze ich einfach eine Weile dort und unterhalte mich mit diesem Baum. Genieße seine Gegenwart, die Ruhe und Stille und bin einfach dankbar. Mehr braucht es oftmals nicht.

Alternativ kannst du dir auch ein paar Zweige ins Haus holen und daraus einen großen Strauß in eine Vase stellen, welchen du dann schmücken kannst. Das kannst du jetzt schon machen und die Zweige dann nochmal austauschen, so hast du auch viel länger was von der wundervollen Energie.

Oder du bindest Kränze aus den immergrünen Nadeln, diese kannst du im Haus verteilen, als Yule-Kranz verwenden, an Türen hängen etc.

Es liegen so viele Zweige im Wald auf dem Boden, die du dafür verwenden kannst. Das ist auch ein großes Danke an die gefällten Bäume. So erfreuen sie uns noch mit ihrer Energie und dem tollen Duft, ohne das weitere ihrer Art gefällt werden müssen. So macht Weihnachten ohne Weihnachtsbaum trotzdem Spaß.

Gerne möchte ich dir noch kurz die beiden häufigsten Weihnachtsbäume vorstellen.

Alternative zum Weihnachtsbaum

Die majestätische Tanne – männlicher Begleiter

Tannen stehen bei uns unter Naturschutz, es gibt kaum wildwachsende. Die meisten unserer Weihnachtsbäume sind Fichten oder spezielle Züchtungen. Auch gibt es keine Tannenzapfen, diese fallen nicht im Ganzen ab, es lösen sich immer nur einzelne Schuppen. Wenn du also im Wald Zapfen findest, sind sie meist von Fichten.

Der Tanne spricht man eine eher männliche Energie zu, man sagt, der Sonnengott selbst, der grüne Mann, wohnen in ihnen. Wenn du dich mit der Energie einer Tanne verbindest, spürst du vielleicht diese Großväterliche Kraft, weise und gütig und doch kraftvoll und stark. Die Tanne ist ein Sonnenbaum, hilft uns bei körperlicher und geistiger Erneuerung, gibt Kraft, Stärke und Mut, steht für Lebenswillen, Treue, Liebe, Fruchtbarkeit. Aber auch Unsterblichkeit und Wiedergeburt. Ihr Name leitet sich vom Tann, einem anderen Wort früher für Wald, ab. Steht die Tanne doch für den Inbegriff des Waldes, des kleinen Volkes, welches unter den Tann lebt und allerlei Mythen und Märchen ranken sich um diesen göttlichen Baum.

Tannen und generell alle Nadelbäume sind gut für unser Skelett, die Knochen und Gelenke. Als Gemmopräparat oder feinstoffliche Baumessenz angewandt, in Salben oder Tinkturen verarbeitet. Auch bei Erkältungen und Lungenerkrankungen können sie wahre Wunder wirken. Sie bringen Licht in die Seele, gerade in der trüben Jahreszeit. Sie wirken desinfizierend in Räumen wenn man die Nadeln und das Harz verräuchert. Die Harz- oder Pechsalbe heilt Wunden und Entzündungen. Bei Blasenentzündungen bietet sich ein Sitzbad an.

In der Volksheilkunde wurde ein Korb frischer Tannennadeln ins Schlafzimmer gestellt um über Nacht die Raumluft zu reinigen und das Atmen bei Asthma und Erkältungen zu erleichtern. Diesen Effekt kannst du auch mit 100% reinem, ätherischem Tannennadelöl erreichen, welches du vernebelst oder auf ein Taschentuch tropfst, welches neben dem Bett platziert wird. Mit diesem Wissen um die Kraft und Energie der Nadelbäume siehst du sie vielleicht in einem ganz anderen Licht und es fällt leichter, Weihnachten ohne Weihnachtsbaum zu feiern.

Die Fichte – die Heilbringerin mit weiblicher Energie

Waren Fichten doch die Nadelholzbäume unserer Wälder, sieht man aktuell viele Flächen, die vollkommen abgeholzt sind, sie verschwindet leise aus unseren Wäldern. Vielleicht kommt es daher, dass sie den ganzen Schmerz der Menschen nicht mehr „erträgt“? Die Fichte ist so sehr mit uns Menschen verbunden, sie würde am liebsten allen Kummer, wie eine Mutter oder Großmutter, von uns fern halten. Menschen baten sie früher oftmals um Heilung „Liebe Fichte, ich geb dir meine Gichte“. Auswurf von Erkältungen vergrub man an ihrem Wurzeln um die Krankheit abzugeben. Auch wurden Bändern, welche zuvor Fieberkranken umgelegt wurden, in ihre Zweige gehängt. Man nahm an, dass das Fieber von den Bändern aufgenommen und dann von der Fichte übernommen und der Kranken so geheilt wurde. Auch um diesen feinen, sanften Baum ranken sich viele Mythen, so wurden bspw. Fichtenzweige auf den Scheiterhaufen gelegt, als Symbol der Hoffnung. Sie spielte im Bereich des Todes und der Trauer eine große Rolle.

Sie steht für Heilung, mütterlichen Schutz, Weisheit, bringt Lebensfreude, Verbundenheit. Ein Kranz aus Tanne und Fichte vereint die männlichen und weiblichen Kräfte, sorgt für Harmonie und Ausgleich. Körperlich stärkt sie unsere Abwehrkräfte, wirkt beruhigend, ausgleichend und durchblutungsfördernd.

Du kannst einen Tee aus den Nadeln kochen, gerade jetzt im Winter. Harz und Nadeln verräuchern, Salbe herstellen, in Fichtennadelauszug baden usw. Franzbranntwein kennst du vielleicht als Einreibung, meine Großeltern nutzen das immer. Sie reinigt unsere Aura und baut einen sanften Schutz auf. Sie wirkt auch gegen feinstoffliche Keime (Energieräuber).

Rezept für Harzsalbe

Dafür nehme ich ca. 30g weiches Harz direkt aus dem Wald gesammelt. Dieses gebe ich zusammen mit ca. 75ml Olivenöl und 75g Kakaobutter in ein Glas und stelle dieses ins Wasserbad. Dort so lange sanft erhitzen, bis Harz und Butter geschmolzen sind. Dann durch ein feines Tuch/Sieb in desinfizierte Tiegel abfüllen und vollständig auskühlen lassen, bevor der Deckel drauf kommt. Nach Wunsch kann man nach dem Absieben noch ätherisches Öl hinzugeben. Wunderbar abends auf Brust und Rücken aufgetragen bei Erkältungen oder tagsüber als feinstofflicher Schutz.

Ich hoffe, dieser Beitrag und kleine Ausflug zu den Nadelhölzern hat dir gefallen und vielleicht feierst du auch dieses Jahr mal Weihnachten ohne Weihnachtsbaum und nutzt die Alternativen, jetzt wo du weißt, wie vielseitig Fichte und Tanne einsetzbar sind 💚. Wenn du noch mehr Tipps suchst, wie du jetzt schon die Adventszeit sinnvoll nutzen kannst, dann schau gerne meinen Blog-Beitrag “Wie du die Adventszeit zur Vorbereitung auf die Rauhnächte nutzen kannst” an. Viele Freude dabei.

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